Mittwoch, 29. Oktober 2008

Ein Gast aus Harvard

Der VWL-Promi am Dienstag: Robert Barro, Makroökonom und hoch gehandelter Nobelpreis-Kandidat. Ein Aushängeschild der VWL-Fakultät von Harvard, die an großen Namen nun wirklich keinen Mangel leidet.* (Das muss man sogar als Yalie neidlos zugeben.) 

Vortrag im edelsten Raum unserer VWL-Fakultät – holzgetäfelt, Yale-Wappen in die Stuhllehnen geschnitzt. Barro stellt seine neue Studie vor, die im kommenden Jahr in der American Economic Review erscheinen wird. Der Harvard-Ökonom fragt: Können auf lange Frist makroökonomische Krisen das equity premium puzzle erklären, also die viel höhere Rendite von Aktien im Vergleich zu Anleihen. 

Im Publikum fehlen die bekanntesten Yale-Ökonomen, vor allem das Trio Nordhaus/Shiller/Geanakoplos. Die anwesenden Professoren halten sich dafür nicht mit Kritik zurück. Leider. Denn vom Wehklagen bekommt man auch keine besseren Zahlen über das Bruttoinlandsprodukt von Irland im Jahr 1874. Heute war der Vortrag besser als die Fragen.

* Eine Fußnote für Volkswirte: In Harvard forschen Martin Feldstein, Lawrence Katz, Gregory Mankiw, Kenneth Rogoff, Amartya Sen, Andrei Shleifer, Lawrence Summers ... und so geht das immer weiter. Hier gibt es die ganze Liste.

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