Mittags im French Quarter und im Garden District. Postkartenschönheiten. Aber eben Schönheiten.
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| Diaschau: New Orleans |
Abends in der Columns Bar, etwas zurückgesetzt von der St. Charles Avenue. Auf der Frontterrasse sitzt man zwischen weißen Säulen. Die Flaggen der USA, von Louisiana und New Orleans flattern im Wind. Gute Cocktails und vieles zu beobachten. Am linken Nachbartisch ein Treffen von Ehrenamtlichen; die Damen mit sehr langen Fingernägeln und sehr starkem Make-up; Rotwein in sehr kleinen Gläsern auf dem Tisch. Am rechten Nachbartisch Engländer im Fußballtrikot ihrer Nationalmannschaft; Bier aus großen Gläsern; laute Gespräche am Handy.
Rückweg im Streetcar. Nach zwei Haltestellen steigt ein stämmiger Mann ein und ruft durch den ganzen Wagen: „Good evenig, you all.“ Ein Fahrtkartenkontrolleur? Nein. Ein Kabarettist, der mit einer kurzen Stand-up-Einlage für sein Vorstellung wirbt.
An der Endstation versperrt eine Big Band die Straße. Trompete, Saxophon, Posaune, Sousaphon und Schlagzeug. Jedes Stück dauert mindestens zehn Minuten. Jeder darf sein Solo spielen. Jazz ist überall. Sogar im McDonald’s läuft der Basin Street Blues.

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