Selbstversuch als Freiwilliger für Obama. Es ist ganz einfach: Man schaut in der Wahlkampfzentrale im Zentrum von New Haven vorbei, trägt sich als Freiwilliger ein und bekommt eine Namensliste zum Abtelefonieren. Freiminuten für den change.

Get out the vote heißt die Strategie: Die Wähler in den umkämpften Staaten daran erinnern, zur Wahl zu gehen. Am Montagnachmittag habe ich in Ohio angerufen, am Dienstagmorgen in Florida – zwei entscheidende swing states. In der eigenen Umgebung muss man keinen Wahlkampf machen: Connecticut ist eine sichere Bastion für die Demokraten.
Die Telefonate sind genau durchgeplant: Man bekommt ein Drehbuch mit vorbereiteten Formulierungen. Bislang mit etwa zehn Amerikanern und 90 amerikanischen Anrufbeantwortern gesprochen.
Der erste Anlauf hat etwas Überwindung gekostet; der Hanns-Joachim Friedrichs im Hinterkopf hat sich ganz schön beschwert. Aber schließlich bin ich gerade aus der Berichterstattung raus. Da darf man sich auch mal gemein machen mit einer guten Sache.

Auf jedem Tisch, an jeder Wand ein Obama-Zitat der vergangenen Tage:
Wie können es uns nicht erlauben, das Tempo zu drosseln, uns zurückzulehnen oder nachzulassen für einen Tag, eine Minute oder eine Sekunde. Nicht jetzt. Nicht, wenn so viel auf dem Spiel steht.Ohne Pathos geht es hier einfach nicht.
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