Akash Maharaj war ein genialer Yale-Student. Seine Professoren setzten große Stücke in den jungen Literaturwissenschaftler. Jetzt ist Maharaj ein verurteilter Betrüger. Das Verbrechen: „Ich habe Englisch-Kurse gestohlen“, sagt Maharaj.
Maharaj hätte niemals in Yale sein dürfen. In seiner Bewerbung waren Zeugnisse und Empfehlungsschreiben gefälscht. Nicht einmal das Geburtsdatum war korrekt angegeben. In den Kursen war Maharaj dennoch erfolgreich. Seine akademische Arbeit stellte niemand in Frage. Wegen schlechter Leistung wäre er niemals aufgefallen.
Wie konnte er also entdeckt werden? Maharaj war nach Yale gekommen, weil die Uni angesehen ist – und liberal. Yale gilt als gay ivy. Homosexualität ist in New Haven keine Krankheit. Und Maharaj war schwul.
Im Mai 2007 verließ Maharaj seinen Freund. Der Ex rächte sich und gab der Uni-Verwaltung den entscheidenden Hinweis auf die Fehler im Lebenslauf. Plötzlich fiel das Kartenhaus in sich zusammen. Maharaj kam zeitweise in die geschlossene Abteilung einer Psychiatrie.
Am Montag nun wurde Maharaj von einem Gericht in New Haven dazu verurteilt, der Uni mehr als 13.000 Dollar Studiengebühren zurückzuzahlen. Andernfalls drohen ihm bis zu drei Jahre Haft.
Die Yale Daily News erzählt heute Maharajs Geschichte – eine menschliche Tragödie und ein trauriges Lehrstück aus der amerikanischen Spitzenbildung, die sich selbst damit brüstet, hypercompetitive zu sein.
Machen wir langsam wieder unseren Job…
vor 9 Jahren
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