14.28 Uhr: Wie konnte dieses Fiasko bloß passieren? Aus der Rede eines Hinterbänklers, des Republikaners Paul Ryan, vor der Abstimmung:
Wir fürchten in diesem Moment alle um unsere Wiederwahl. Die meisten von uns sagen: Ich möchte, dass dieses Gesetz durchkommt, aber dafür stimmen sollen bitte die anderen – nicht ich. Wir sind mitten in diesem Moment, und wenn es uns nicht gelingt, die richtige Entscheidung zu treffen, dann helfe uns Gott.18.39 Uhr: Der Dow Jones hat inzwischen mit dem größten Punkteverlust seiner Geschichte geschlossen. In der Überschrift dieses Blog-Eintrags bitte das Fragezeichen streichen.
19.11 Uhr: Einige Schlagzeilen vom Tag.
- „Rettungspaket scheitert, Aktienkurse stürzen“ (New York Times) – Zwei Substantive, zwei Verben. Knackiger geht es nicht. Und das Original („Bailout Fails; Stocks Plunge“) braucht noch nicht einmal halb so viele Silben wie die deutsche Übersetzung.
- „Stillstand in Washington“ (FAZ) – Langweilig bis irreführend. Wenn der Dow Jones um fast sieben Prozent abstürzt – ist das Stillstand? Zugegeben, die Wall Street liegt in New York, nicht in Washington. Aber für eine Schlagzeile ist das schon sehr um die Ecke gedacht.
- „Parlament an Börse: Geh sterben“ (Marketwatch) – Die Essenz eines verrückten Tages in fünf Wörtern.
1 Kommentar:
Diese Todes-Metaphorik ist ja wirklich beängstigend! Werde sicher Bankencrash-Albträume haben... Und deinen Anfang mit dem Gedenken find ich übrigens super - so ist es ja echt. Keine Trauerzeit gibt es hier, ein Tod jagt den anderen.
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