
Die ersten Minuten sind schrecklich. Obama wirkt hölzern, McCain redet gerade heraus. Dann endlich gewinnt Obama an Souveränität. Nachdem es ihm nicht gelungen ist, die Wirtschaftslage für sich zu nutzen (eigentlich ein sicherer Punkt für die Opposition), kann er ausgerechnet auf McCains Stammgebiet, der Außenpolitik, gegenhalten. Und nicht nur das. Ganz selbstverständlich ergreift Obama nach Jim Lehrers Fragen zuerst das Wort, widerlegt sachlich die Unterstellungen McCains.

Aber warum lacht Obama immer wieder über McCains Anworten? Warum gibt er vor jeder Wortmeldung merkwürdige Kehllaute von sich? Warum erlaubt er sich dreimal, viermal Ironie? Das kommt bei Amerikanern einfach nicht an. Dafür eine großartige vorletzte Antwort: Mit glaubwürdigem Pathos steuert Obama das shining beacon on the hill an – die USA als strahlender Leuchtturm in der Höhe. Das kommt bei Amerikanern an.
Hoffentlich.
Aus der Yale-Perspektive ein klarer Sieg für Obama. Die entgegengesetze Einschätzung kommt aus Washington.
Update: Auch aus New York kommt wenig Lob für Obama.
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