Dieser stürmische Drang zur Selbstverbesserung unterscheidet Goethe himmelweit von heutigen jungen Menschen, allerdings auch von den meisten Menschen überhaupt. Seinem bunten Bildungsgang zu folgen, macht seine Briefe allein schon zu einzigartigen Zeugnissen der Menschheit, seine ausführlichen Gefühlserforschungen, die poetischen, naturwissenschaftlichen und philosophischen Gedanken, die Verse und Werkschnipsel in den etwa 15.000 überlieferten Schreiben tun ein Übriges, die Steuermillionen der kommenden Jahrzehnte für nicht übel angelegt zu halten. Besser jedenfalls, als wieder mal Super-Computer zu erwerben, die nach eineinhalb Jahren total veraltet sind.Zwei altväterliche Platitüden und dazwischen eine sanft im Wind flatternde Satzgirlande von 48 Wörtern (wenn ich mich nicht zwischendurch verzählt habe). So kann man Leser – und junge Leser erst recht – auch mit Gewalt ins Internet zwingen.
Machen wir langsam wieder unseren Job…
vor 9 Jahren
2 Kommentare:
Und wo hast du den Artikel gelesen? Im Internet? ;-)
Ja ;-)
Aber das macht die Sache ja eigentlich nur noch schlimmer - wenn das Internetangebot einer Zeitung eigentlich nur aus den Artikeln der Printausgabe besteht.
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