Dienstag, 25. November 2008

Zurück in den Südstaaten

Über die Thanksgiving-Woche zu Besuch bei Verwandten in Georgia. Am Sonntagabend Flug nach Atlanta. Aus der Dunkelheit taucht die Stadt als heller Fleck auf: dicht besiedelte Wohnviertel, Straßen im Schachbrettmuster. Ringsum ein vollkommen anderes Bild: bis zum Horizont Häuser in weitem Abstand, einsame Lichtpunkte im Dunkel, verbunden durch geschwungene Straßen. Wie Fangarme liegen die Vororte um den Kern von Atlanta. Nur rund 500.000 Menschen wohnen in der eigentlichen Stadt, aber mehr als 5 Millionen in der metropolitan area.

Wenige Stunden später für Bob Shillers Vorlesung eine Studie gelesen zur Frage: Warum wächst seit 1995 die Produktivität in den USA schneller als in Europa? Als wichtigen Grund nennt der Autor Robert Gordon die riesigen US-Einkaufsmeilen auf der grünen Wiese mit ihren ausufernden Parkplätzen, auf denen die Autos der Vorort-Bewohner stehen. Der amerikanische Städtebau ermögliche dem Handel die effizienten Riesenformate. Mit Blick auf den Verlust von Urbanität, die langen Wege und den hohen Benzinverbrauch merkt Gordon an, dass der amerikanische Städtebau vielleicht auch negative Nebenwirkungen habe. Vielleicht?

Am Montag zum Mittagessen in der Grundschule meines Patenkindes. Am Eingang muss man den Personalausweis zeigen, wird fotografiert und bekommt einen Besucherausweis. Beim Verlassen der Schule wird der Strichcode auf dem Besucherausweis gescant, ehe man wieder ins Freie kommt. 

Als ich im Frühjahr auf einer Pressekonferenz im Kernkraftwerk Neckarwestheim war, gab es laxere Sicherheitsvorschriften.

1 Kommentar:

aho hat gesagt…

Hatte gestern ähnliche Erfahrungen in einer Grundschule in Iowa :-)