Montag, 5. Januar 2009

Winter im Nordosten

Zwei Wochen in den Metropolen der Ostküste sind vorüber. Das Programm: New York, Washington, Philadelphia, Boston.

Top:
  • Nach all dem blinkenden Kitsch in New Haven endlich einmal schöne Weihnachtsdekoration. Meine Favoriten: die elegante Kulturabteilung der französischen Botschaft an der Fifth Avenue in New York und das stilsichere Thomas Bond House in Philadelphia.
  • Das Nationalarchiv in Washington. In der Dauerausstellung zu sehen: die Originale von Magna Carta, amerikanischer Unabhängigkeitserklärung, US-Verfassung und Bill of Rights. So viele übertriebene Propagandafilme kann man gar nicht gesehen haben, dass man beim Blick auf diese Dokumente nicht begeistert ist von Amerika.
  • Abends auf der National Mall in Washington am Reflecting Pool entlang gelaufen, immer weiter auf das Lincoln Memorial zu. Erst nach diesem Erlebnis weiß man, wie großartig das New-Yorker-Cover nach dem Wahlerfolg des Lincoln-Fans Obama eigentlich war.

Flop:
  • Der Brickskeller in Washington, angeblich die Kneipe mit der größten Bierauswahl der Welt. Eigener Versuch mit niederschmetterndem Ergebnis: Jever ist nicht vorrätig, Paulaner steht auch nur zum Schein auf der Karte. Immerhin kann man ein Pilsner Urquell bekommen. Aber das schmeckt nur noch goal*.
  • Der Winter ist im Nordosten der USA kalt. Richtig kalt. Und in den Hochhausschluchten von New York elend kalt.

* (oberhessisches Adjektiv, bezeichnet den faden Geschmack eines Bieres, das während der Lagerung mehrmals warm und kalt geworden ist)

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