In der Sprague Hall die eigentliche Immatrikulationsfeier. Rund 400 neue graduate students aus mehr als 50 Ländern stehen auf, als das Professorenkollegium in wehenden Talaren in den Saal einzieht. Fast wie in der Kirche. Uni-Präsident Richard Levin und der Chef der Graduiertenschule, Jon Butler, halten die Festreden. Zwei amerikanische Professoren wie aus dem Bilderbuch: Renommiert in ihrer Disziplin, jovial im Umgangston, ohne Scheu vor pathetischen Reden.
![]() |
| Diaschau: Immatrikul |
Um 10.30 setzt sich der Festzug wieder in Bewegung – diesmal zur Amtsvilla von Richard Levin. Auf dem Weg zum Uni-Präsidenten sperren Polizisten die Straße ab. Im Garten der Präsidenten-Villa begrüßen Levin und Butler jeden neuen Studenten mit Handschlag. Eintrag in das Matrikelbuch. Nach einem kurzen Imbiss im penibel gepflegten Garten zurück in die Graduiertenschule. Picknick im Hogwarts-Hof. Anschließend Einführung in die Uni-Strukturen. Noch komplizierter als in Tübingen. Knochtrockene Referate. Wenigstens ist der Raum schön mit Holz getäfelt.
Nachmittags eine Informationsmesse im Innenhof: Studentengruppen stellen sich vor. Es gibt einen Uni-Bauernhof, mindestens zehn Chöre, eine Initiative für sicheres Autofahren, einen Verband der chinesischen Studenten, einen Shabbat-Kreis für Graduierte. Am Abend noch eine Theateraufführung im Stadtpark. Gleich starten die Busse.

Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen